CHINA HEUTE

Die Mission auf dem Dach der Welt: Tibetische Katholiken heute

Daniel Salzgeber

Wohl niemand denkt beim Hüren des Namens Tibet spon­tan an Katholiken. Und doch — trotz aller geographischen, politischen, religiüsen und sozio-kulturellen Schwierig­keiten — schrieb die Tibetmission' seit der frühen Jesui­tenmission unter P. Antonio de Antrade zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit dem Ziel der Entdeckung des mystischen Reichs des Priesterkbnigs Johannes bis zum Vorhaben der Chorherren vom Grol3en St. Bernhard, in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Hospiz beim Latsapass zu erbauen, über drei Jahrhunderte hindurch Kapitel, die zu den spannendsten der ganzen Missionsgeschichte gehü­ren.

Es ist erfreulich, konstatieren zu kbnnen, dass in den vergangenen Jahren sowohl in China wie in Europa diese lange Zeit fast vergessene Tibetmission wieder ins Bewusst­sein gerückt worden ist. Noch erfreulicher freilich ist die Lebendigkeit der heute in den früheren Gebieten der Ti­betmission existierenden Gemeinden, sowohl in jenen der früher „Südtibetische Mission" genannten Regionen, die Sikkim und den heutigen indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh umfassen, wie auch in den tibetischen Gemeinden in den sino-tibetischen Grenzgebieten der Provinzen Yun­nan und Sichuan sowie in der einzigen sich heute in der Autonomen Region Tibet befindenden katholischen Pfar­rei von Yanjing (Yerkalo).

Es gibt Momente, die ein Leben auf den Kopf stellen. So einen Moment erlebte der 1962 in Sichuan geborene chi­nesische Schriftsteller Fan Wen 1999, als er auf einer Rei­se durch Südwestchina plbtzlich im tibetischen Grenzdorf Yanjing auf dem katholischen Friedhof dieses kleinen Berg­dorfs stehend die auf tibetisch, chinesisch und lateinisch verfasste Grabinschrift des Schweizer Missionars Maurice Tornay las. Eine Frage beschâftigte ihn dabei und lief3 ihn nicht mehr los: ,Warum kam dieser Auslânder bis hier­her, in dieses weltvergessene Dorf?" GemâE Fan Wen hat

1 Grob kann man die Tibetmission in folgende Abschnitte gliedern: die Jesuitenmission im 17. Jahrhundert (1624-1661); die Kapuzinermis­sion im 18. Jahrhundert (1703-1745) [und die Mission von P. Desideri SJ (1716-1721)]; der Missionsversuch der Lazaristenpatres Huc und Cabet 1846; sowie die Mission der MEP (Missions Etrangères de Paris) (1846-1952) [darunter auch die Mission der Chorherren vom Groflen Sankt Bernhard (1933-1952)]. Siehe auch die bibliographischen Angaben im Anhang.

er in jenem Moment vor dem Grab Tornays seine „heilige Berufung" z (sic!) gefunden.

Denn auf der Suche nach einer Antwort begann er, sich für den Katholizismus und die Missionsgeschichte zu inter­essieren. Ein Interesse, das ihn so sehr berührte, dass er sich nach einem mehrjâhrigen Katechumenat 2004 taufen lieR (was sogar in China Daily Erwâhnung fand),3 und das auch einen Schwerpunkt seines seitherigen literarischen Schaf­fens bildete. So geht es in seinem bis anhin bekanntesten Werk, der tibetischen Trilogie Shuiru dadi [Harmonisches Land] (2004),4 Beimin dadi [Mitfühlendes Land] (2006) und Dadi yage [Lobgesànge auf das Land] (2010), gerade eben um die historische Epoche der Missionierung des si­no-tibetischen Grenzgebietes und den daraus entstandenen Interaktionen und Konflikten zwischen den Buddhisten und den Katholiken, die er zum Tell redit eigenartig und verzerrt beleuchtet.5

Die franz&sische Übersetzung des ersten Buches dieser Romantrilogie erscheint im April dieses Jahres im renom­mierten franzüsischen Verlag Editions Philippe Picquier unter dem Titel Une terre de lait et de miel. In ihm lâsst Fan Wen die Geschichte einer multiethnischen Siedlung im Lancangjiang-Tal aufleben. Es geht „um den Kampf zwischen arroganten katholischen Missionaren aus Frank­reich, inkompetenten Beamten mit ihren plündernden Truppen, Naxi-Schamanen und den dominanten Tibetern, die nicht immer ein friedliches und vegetarisches Leben in den lokalen Kliistern führen."6

Fan Wen zâhlt heute zu den bekannten chinesischen Schriftstellern der Gegenwart und ist in China wie auch im Ausland mit zahlreichen Literaturauszeichnungen geehrt worden. So erhielt er 2005 den „National Outstanding Book Award", dann den begehrten „lst Dream of the Red Chamber Award" und den Award für den „weltbesten und hervorragendsten Roman in chinesischer Sprache".

Nachdem er bereits 2010 in der Schweiz zu Gast war und damais im Rahmen des Festivals CULTURESCAPES' in Basel und Bern Lesungen hielt,5 wurde er im vergangenen

2 Bruce Humes, „Buchkritik: Von Missionaren, Soldaten und dem Zusam­menprall der Kulturen", in: http://german.china.org.cn/culture/txt/2010-09/02/content_20849891.htm.

3 „Enlightenment a Hard Cross to Bear", in: China Daily vom 12. April 2006.

4 Vgl. China heute 2006, Nr. 1-2, S. 10-12.

5 Bruce Humes, „On the Other Sicle", in: China Daily vom 23. Juli 2010 (dieser Artikel erschien auf Deutsch unter dem Titel: „Buchkritik: Von Missionaren ...", siehe Anmerkung 2); ders., „Interview with China Nov­elist Fan Wen: A Century of Cultural Collisions in Shangri-la", in: Ethnic ChinaLit vom 24. April 2009, www.bruce-humes.com/?p=841; „Novel offers recipe for religious peace", in: China Daily vom 9. Juni 2004.

6 Bruce Humes, „Buchkritik: Von Missionaren ...".

7 CULTURESCAPES ist ein seit 2003 jâhrlich im Herbst in der Schweiz stattfindendes Kulturfestival, in dem die Kulturlandschaft eines anderen Landes oder einer Region vorgestellt wird. Im Jahr 2010 war China das Gastland. Siehe www.culturescapes.ch/china.

8 Siehe z.B. „Min Lun und Fan Wen", in: artlink. Büro für Kulturkoopera­tion vom 16. November 2010.

Jahr erneut in die Schweiz eingeladen, wo er als Stipendiat von Ende Oktober bis Ende Dezember in der Künstlerwoh­nung Chretzeturm in Stein am Rhein wohnte.9

In mehreren Schweizer Stâdten gab er in jenen Monaten Lesungen, wobei diese meistens sein bis anhin einziges auf Deutsch vorliegendes Werk zum Gegenstand hatten: „Ein Bât- auf Seelenwanderschaft", ein Essay, in dem er einen alten tibetischen Lama verschlungene Wege zwischen Ver­gangenheit und Gegenwart folgen lâsst.10

Die Zeit in der Schweiz nutzte er auch, um in Martigny, dem Sitz des Probst der Chorherren vom Gr. St. Bernhard, über den seligen Maurice Tornay zu recherchieren, will er doch in seinem geplanten neuen Roman „Jesus von Tibet" die Geschichte dieses Missionars erzâhlen.

Übrigens hat Fan Wen, der heute in Kunming lebt, auch schon Besuch aus der Schweiz erhalten, unter anderem von einer Equipe des italienischsprachigen Fernsehsenders der Schweiz (RSI), die in Tibet einen Film über ihn gedreht hat, der aber noch nicht ausgestrahlt worden ist.

Tibetische Katholiken in Chinas Medien

Immer wieder berichten auch (halb-)amtliche chinesische fremdsprachige Medien (Zeitungen und Zeitschriften wie auch Internetseiten)'t über die beiden im Tal des Mekong

9 „Ein BSr auf Seelenwanderschaft", in: Schaffhauser Nachrichten vom 15. Dezember 2012; „Stein am Rhein: Fan Wen neu im Chretzeturm. Chi­nese begibt sich auf Spurensuche nach Schweizer Missionar", in: Singener Wochenblatt vom 8. November 2012; „Schreibender Gast aus China. Fan Wen im Chretzeturm", in: Schaffhauser Nachrichten vom 2. November 2012.

10 Diese Erzâ.hlung erschien 2009 in der Anthologie Li Jingtze – Jing Bartz (Hrsg.), Unterwegs. Literatur-Gegenwart China, Düren: Dix 2009, S. 375.

11 Siehe z.B. „Catholic Church and Salterns in Yanjing", in: Chinas Tibet Magazine 2005, Nr. 2; „The Sole Catholic Church in Tibet", Meldung vom 28. Oktober 2005 auf der offiziellen Website der chinesischen Regierung, http://english.gov.cn/2005-10/28/content_86137.htm; „Catholicism Flourishes in Yunnan's Tibetan Village", in: China Daily vom 10. Januar 2006 (siehe dazu: „Lorsque la presse officielle chinoise présente une paroisse catholique tibétaine comme un exemple d'harmonie", in: Eglise d'Asie, Nr. 449 vom 16. Oktober 2006); „Catholic Church with More than 140 Years of History in Tibet", Xinhua News Agency vom 3. Oktober 2006,

gelegenen tibetischen katholischen Gemeinden Yanjing und Cizhong, dessen Kirche im Dezember 1987 zu einer Kulturstâtte der Provinz Yunnan deklariert worden ist und die seit 2006 auf der Liste der Denl(mâler der Volksrepublik China steht. Hinter diesen meistens recht oberachlichen Berichten, die z.T. wortgleich in verschiedenen Publikatio­nen erschienen, stehen wohl vor allem zwei Beweggründe:

Zum einen m&chte man damit die Gleichsetzung von Tibet mit dem tibetischen Buddhismus relativieren. Aus diesem Grund wird denn auch sowohl von den Offiziel­len in Tibet- wie auch in diesen Medien regelmâRig da­rauf hingewiesen, dass es in der Autonomen Region Tibet eine kleine Gemeinschaft von Moslems und vier Moscheen gibt."

Zum andern sind es „Propagandaartikel", die die Reli­gionsfreiheit illustrieren sollen. So heiLt es denn auch in Chinas Medien: „Die Bevülkerung in Tibet geniefit um­fassende Glaubensfreiheit. Die meisten Tibeter sowie die Massen der Menba-, der Luoba- und der Naxi-Nationalitât im Autonomen Gebiet Tibet sind Glâubige des Lamaismus. Zudem bekennen sich auch viele Tibeter zum Islam und Katholizismus. Zur Zeit gibt es im Autonomen Gebiet Tibet insgesamt mehr als 1.700 lamaistische Aktivitâtsplâtze mit cirka 46.000 München und Nonnen. Vier Moscheen stehen den rund 3.000 Moslems zur Verfügung. Darüber hinaus ist eine katholische Kirche für die mehr als 700 Katholiken in

veriiffentlicht u.a. in: China Tibet Tourism Bureau vom 26. November 2007, in: www.traveltibetguide.com vom 3. November 2009 und in: www. tibettravel.com/en/Tibet-News/Lhasa-hails-arrival-of-Shoton-Festival-272.html vom 19. Oktober 2010; „Christianity. China's Tibet Facts & Figures", in: Beijing Review vom 17. April 2008; „Tibetan Catholic Church", in: www.chinatibetnews.com vom 10. Juli 2008; „Cizhong Church in Tibet", in: www.chinatibetnews.com vom 31. Juli 2009; „Tibet's Only Catholic Church Holds Religious Service", Xinhua vom 18. August 2009 u.a. in: www.chinatibetnews.com und Tibet Culture.net, http:// en.tibetculture.net/index/lnews/200908/t20090818_495060.htm; „Catho­lic Church in Yunan Tibetan area", in: www.chinatibetnews.com vom 30. Oktober 2009 und http://english.sina.com/life/p/2009/1029/281581.html; „Tibet's Only Catholic Church Combines Western, Tibetan Cultures", in: www.xinhuanet.com vom 27. November 2009, verdffentlicht u.a. in China Tibet Online http://chinatibet.people.com.cn, gleiches Datum; „A Catholic Church in Tibet", in: Xinhuanet English news vom 31. Mai 2010, u.a. auch in: Tibet Travel www.tibetantours.net (siehe dazu: „Selon l'agence Chine Nouvelle, l'unique paroisse catholique du Tibet est un exemple de cohabitation réussi entre les religions", in: Eglises d'Asie, Nr. 531 vom 10. Juni 2010); „Die einzige katholische Kirche in Tibet", in: Ti­bet Menschenrechte http://de.tibet328.cn/04/201102/t860454.htm vom 17. Februar 2011, franzisisch: „La seule et unique église catholique au Tibet", in: Beijing Information (franzôsisch) vom 4. Mai 2012; „Tibetan Village Enjoys Cultural Diversity", in: Eau [die offizielle englischsprachige Webseite von China News Service CNS] vom 18. Juli 2011, www.ecns.cn/ feature/2011/07-18/804.shtml; „Cizhong, a village combining French and Tibetan cultures", in: InKunmingvom 14. Juni 2012, http://en.kunming. cn/index/content/2012-06/14/content_2986720.htm; „Yanjing County in Tibet: Land of Salt", in: China Tibet Online http://eng.tibet.cn vom 23. August 2012; „Der Katholizismus in Tibet", in: China heute [Beijing] vom 24. August 2012 und in: http://german.china.org.cn/china/archive/tibet­chinasl/node 7044451.htm.

12 Siehe z.B. die Ansprache von Duojiciren, dem Direktor für ethnische und religiôse Angelegenheiten der Autonomen Region Tibet, „Religion Poli­cies in Tibet", abgedruckt in China Daily vom 16. November 2011.

13 Siehe dazu z.B. „Islam in Tibet", in: China heute [Beijing], 20. Juli 2012. Siehe auch die bibliographischen Angaben im Anhang.

Tibet errichtet worden. Aile religiôsen Aktivitàten kônnen ungestôrt geführt werden, das religiüse Leben der Glâubig­en wird von niemandem gestôrt. Die Glaubensfreiheit wird umfassend respektiert."14

Dazu ist jedoch leider freilich anzumerken, dass sich das Christentum zumindest in Lhasa nicht offen entwick­eln dari Es gibt dort zwar seit einigen Jahren protestan­tische Christen, vor allem Han-Chinesen aus Wenzhou (Provinz Zhejiang), deren Bemühungen, sich registrieren zu lassen, bis anhin jedoch immer unbeantwortet blieben. Im Oktober 2011 wurden elf Mitglieder dieser Hauskirche vorübergehend verhaftet und dann in ihre Heimatprovin­zen zurückgeschickt.15

Ein drittes Ziel verfolgt wohl die Publikation der Artikel und vor allem Fotos von diesen tibetischen Kirchen auf den Internetseiten von halboffiziellen chinesischen Reisebüros. Zur Ankurbelung des auslândischen Tourismus wird hier durchaus auch mit dem Reiz des Exotischen (tibetische Christen) geworben.16

Ausstellungen zur Tibetmission

Nachdem die Missionsgeschichte Tibets lange Zeit schein­bar vergessen worden ist, hat sich in den vergangenen Jahren, insbesondere seit der Seligsprechung von Chor­herr Maurice Tornay," das Interesse daran, vor allem im

14 Zitat nach „Chinas ABC: Religiiise Sitten und Gebriiuche der Be­viilkerung in Tibet", in: Radio China International http:I/german.cri.cn/ chinaabc/chapterll/chapter111102.htm.

15 Siehe dazu China Aid Association, „In Historic First, Authorities Detain House Church Christians in Lhasa" (mit der Schilderung seiner Verhaf­tung von Song Xinkuan: „Elaboration on the Tibet Lhasa Missionary Per­secution Case"), www.chinaaid.org/2011/12/in-historic-first-authorities­detain.html. Dieser Artikel wurde von verschiedenen westlichen Medien übernommen.

16 Z.B. Yunnan Provincial Tourism, http://en.ynta.gov.cn/Item/645.aspx. Zur Illustration dazu siehe die kurze Sendung von CCTV 9 „Christian Tibetan", hochgeladen 2009, abrufbar unter: http://wwwyoutube.com/ watch?v= VgfCy8 o W V 7s.

17 Siehe China heute 1993, Nr. 2, S. 51-54.

franz&sischsprachigen Raum, neu geformt. Dass gerade in diesem Sprachraum die Tibetmission besondere Auf­merksamkeit erfâhrt, hat mit der Missionsgeschichte zu tun. Denn ais Papst Gregor XVI. 1846 das Apostolische Vikariat Tibet schuf, vertraute es dieses den Auswârtigen Pariser Missionen (Missions étrangères de Paris, MEP) an. Die franzôsischen Missionare waren in den folgenden rund hundert Jahren in Randgebieten Tibets tâtig, von wo aus sie vergeblich versuchten, ins Landesinnere zu gelangen. Dabei wirkten sie auf chinesischer Seite bis zur Auswei­sung der letzten Missionare 1952 in den sino-tibetischen Grenzregionen der Provinzen Sichuan (mit dem Zentrum der Tibetmission in Tatsienlou, dem heutigen Kangding) und Yunnan, in Regionen, die noch bis vor wenigen Jahren zu den entlegensten der Welt zâhlten. In Yunnan wurden sie ab 1933 von den Schweizer Augustinerchorherren vom Gr. St. Bernhard unterstützt.la

In den vergangenen Jahren bildete diese Mission Gegen‑

stand zahlreicher Verüffentlichungen und Ausstellungen: Vom 28. Mai bis zum 7. Juli 2008 zeigte das Centre de Documentation et d'Archives des O?uvres Pontificales Missionnaires (OPM) in Zusammenarbeit mit dem

Musée des Confluences und dem Ricci-Insititut von Paris in Lyon eine Ausstellung unter dem Titel „Aven­ture et Mission en Chine et au Tibet (1822-2008)", die sich jedoch vor allem auf die Tibetexpedition der Lazaristenpatres Huc und Gabet fokussierte.19

Vom 22. Januar bis zum 28. Februar 2009 zeigte das Regionale Naturwissenschaftliche Museum von Turin in Zusammenarbeit mit dem Centro di alti studi sulla Cina contemporanea die Ausstellung „Alla ricer­ca di altre nevi. Una missione aile porte del Tibet (1933-1952)", die Fotografien, Dokumente, Karten und Gebrauchsgegenstânde aus dem Missionsarchiv der Chorherren des Gr. St. Bernhards zeigte.20

18 Insgesamt zwôlf Schweizer Chorherren wirkten von 1933 bis 1952 in dieser Region. Die MEP wollten ihnen die Tibetmission in Yunnan übertragen und sich auf die Tibetmission in Kangding beschriinken. Durch die politischen Wirren, die mit der Ausweisung aller Missionare zu Beginn der 1950er Jahre endete, konnte dieses Vorhaben jedoch nicht umgesetzt werden. Die Missionszeitschrift Grands Saint Bernard - 7hibet (1946-1961, ab 1961 Mission du Gd. St. Bernard) berichtete von 1946 bis heute mehrmals im Jahr über das Wirken der Schweizer Missionare zuerst im Yunnan, dann spiiter auf Taiwan, wo heute noch drei ihrer Mitbrüder im Einsatz stehen. Ab 2006, Nr. 2 sind die Ausgaben dieser Zeitschrift im Internet unter www.gsbernard.ch/700.php zugiinglich. Die bis anhin ausführlichste Gesamtdarstellung findet sich bei Frédéric Giroud, La Mission des Chanoines du Grand Saint Bernard. Mémoire de li­cence de lettres, Fribourg 1986. Zu den Chorherren vom Gr. St. Bernhard siehe auch Lea Glarey, Il cerchio di gesso. Dalle Alpi aile montagne cinesi. L vvventura dei canonici del Gran San Bernardo, Torino 2007.

19 Odile Lolom, „Aventure et Mission en Chine et au Tibet (1822-2008)", in: Histoire, monde et cultures religieuses 2009, Nr. 1, S. 176-181, siehe wwwcairn.info/revue-histoire-monde-et-cultures-religieuses-2009-1-page-176.htm.

20 Siehe China heute 2009, Nr. 1, S. 22. Ausstellungskatalog: Alla ricerca di altri nevi. Una missione aile porte del Tibet (1933-1952), Turin: Museo Regionale di Scienze Naturali 2009.

Vom 10. Juni bis zum 30. September 2010 wurde diese „Turiner Ausstellung" anlsslich des 100. Geburtstags des seligen Maurice Tornay in etwas verânderter Form unter dem Titel „La maison du maitre du ciel de Wei-si. Les chanoines du Grand Saint Bernard dans les marches tibétaines" im Museum des Hospiz auf dem Gr. St. Bernhard und dann im Oktober und November an der Universitt Fribourg gezeigt.21

Die „Turiner Ausstellung" - in einer erneut etcvas vernderten Form - machte dann auch in China eine Tournee, wo sie unter dem Titel „The Snow of Others: Mission to the Land of the Three Rivers (1933-1952)" in Beijing,22 Tianjin, Guangzhou und Kunming zu Gast war.23

Vom 29. September 2012 bis zum 30. Juni 2013 lâuft in Paris im Mutterhaus der MEP die Ausstellung „Mis­sions du Toit du Monde",24 die an die Tibetmissionare erinnern will, „die ihr Leben einer nach menschlichem Erachten als ,unmôglich' geltenden Mission gewidmet haben". Dabei werden die Missionare vor dem Hinter‑

grund der jeweiligen Zeit dargestellt: die „Er­oberer" (1845-1865), diejenigen, denen es gelungen war zu bleiben (1865-1905), und die Überlebenden (1905-1952). Die Ausstellung zeigt auch die sehr schwierigen und teils gefàhrlichen Bedingun­gen in einer Region, die in einer Hôhe von durchschnittlich 4.500 Metern über dem Mee­resspiegel liegt und die von ganz verschiedenen tibetischen Volksgrup‑

21 Siehe China heute 2010, Nr. 4, S. 209f. Ausstellungskatalog: Musée de l'hospice du Gr. St. Bernard (Hrsg.), La maison du maître du ciel de Weisi. Les chanoines du Grand-Saint-Bernard dans les marches tibétaines. Cente­naire de la naissance de Maurice Tornay (1910-1949), Martigny 2010, 90 S.

22 Siehe „Missionsausstellung in Peking", in: Duihua - mit China im Dialog, Juli 2010, Nr. 1, S. 2f.

23 Siehe China heute 2010, Nr. 4, S. 209f. Ein Tell dieser 'Ausstellung wird nach lângeren Verhandlungen zwischen chinesischen Regierungsver­tretern, dem Istituto Italiano di Cultura di Pechino und dem Centro di alti studi sulla Cilla contemporanea von Turin schlussendlich im Dorf­museum von Yanjing dauerausgestellt werden.

24 Missions étrangères de Paris, Missions du toit du monde, Paris, 2012, 80 S.; „La pardoxale mission du ,Toit du mondee', in: La Croix vom 3. November 2012; „Ausstellung zur ,mission impossible' auf dem Dach der Welt", in: Fidesdienst vom 28. September 2012. „l'audace missionnaire en Asie" (ein rund einstündiges Gesprâch mit Kardinal Fernando Filoni und dem Ordensoberen P. Georges Colomb MEP vom 19.10.2012), in: KTOTV (Télévison catholique), www.ktotv.com/videos-chretiennes/ emissions/emission-sp eciale-1-audace-missionnaire-en-asie/00069630 oder http://playtv.fr/video/198336/1%27audace-missionnaire-en-asie.

pen und anderen ethnischen Minderheiten bewohnt ist.

Ein Rahmenprogramm mit je einem Vortrag pro Monat begleitet die Ausstellung. So hielt Kardinal Fernando Filoni, der Prâfekt der Kongregation für die Evange­lisierung der Vülker, anlsslich der Vernissage der Ausstellung am 29. September einen vielbeachteten Vortrag, den er unter den Titel „Missionarischer Mut" stellte.25 Die anderen Vortr .ge lauteten bzw. lauten:

- Freitag, 9. November 2012, „Témoignages sur les

Marches Tibétaines" (Zeugnisse vom sino-tibetischen Grenzgebiet) von Constantin de Slizewicz;26

- Samstag, 19. Januar 2013, „Journée Arunachal Pra‑

desh" von Mgr. Thomas Menamparampil, früherer

Erzbischof von Gauhati, und Mgr. Georges Pallipparambil, Bischof von Miao;-'

- Samstag, 16.Februar 2013, „Chamanisme et écriture se­crète au Yunnan" (Schamanismus und Geheimschrift in Yunnan) von der Ethnologin Aurélie Nevot;-e

- Samstag, 16. Mârz 2013, „Les minorités éthniques des Marches Tibétaines face aux missionnaires" (Hal­tung der ethnischen Minoritten im sino-tibetischen Grenzgebiet den Missionaren gegenüber), von Sté­phane Gros;

- Samstag, 20. April 2013, „Les communautés chré­tiennes des Marches Tibétaines" (Die christlichen Gemeinden im sino-tibetischen Grenzgebiet) von Pa-ter Bernard de Treves MEP;

- Samstag, im Mai 2013 (genaues Datuln stand bei der Redaktion dieses Artikels noch nicht fest), „Situa­tions géopolitiques des régions concernées" (Geo­politische Situation der betroffenen Gebiete) von Bot­schafter Thierry Mathou.

Situation der tibetischen Gemeinden in China29

Nach den Wirren der Kulturrevolution glaubte man, dass die katholische Kirche auch im Gebiet der früheren Tibet‑

25 Der Vortrag ist nachzulesen unter Fernando Filoni, „l'audace mission­naire", in: Missions étrangères de Paris, Dezember 2012, Nr. 478, S. 42-52, auch unter http://mission.mepasie.org/rubriques/haut/actualites/laudace­missionnaire.

26 Diesen Vortrag findet man unter www.youtube.com/watch?v=aLstkPq­clA; siehe zu Slicewicz auch einen Beitrag von KTO (télévision catho­lique) unter www.youtube.com/watch?v=1LX4xSlacTA.

27 „L'église en Arunachal Pradesh: ,une baby Church qui vit le temps des apôtres'. Interview avec Mgr. Menamparampil et Mgr. Pallipparambil", in: Eglises d'Asie vom 21. Januar 2013.

28 Autorin u.a. von Comme le sel, je suis de l'eau. Le chamanisme à écriture des Yi du Yunnan, Nanterre: Société d'ethnologie 2008 (Recherches sur la Haute Asie, 16), sowie „Paul Vial (1855-1917) - le ,Père des esprits'. L'inculturation d'un prêtre catholique en Chine", in: Paul Servais (Hrsg.), Christianisme et Orient, 17e-21e siècles, Louvain-La-Neuve: Bruylant-Academia 2010, S. 153-175.

29 Siehe hierzu die bibliographischen Angaben im Anhang. China heute XXXI1 (2013). idr 1 .1 r i)

mission untergegangen sei. Erst in den 1980er Jahren durch vereinzelte Nachrichten, die aus dem damais für die Aus­lânder gesperrten Gebiet kamen, und dann vor allem durch die ersten Besuche früherer Missionare in ihren ehemaligen

Aufnahme der im Nordwesten Yunnans tâtigen Missionare im Jahr 1938 in Siao-Weisi anlâsslich der Primiz von MauriceTornay. Unten von links nach rechts: Georges André (MEP), MauriceTornay (CRB), Pierre-Marie Melly (CRB), Paul Coquoz (CRB); hinten von links nach rechts: Émile Burdin (MEP), Frère Nestor Rouiller (CRB), Cyril Lattion (CRB), Victor Bonnemin (MEP), Frère Louis Duc (CRB).

Foto: Missionsarchiv des Gr. St. Bernhard.

Missionsstationen30 durfte man erfahren, dass die Gemein­den, die liber 30 Jahre keinen einzigen Priester mehr gese­hen hatten, nicht nur fiberlebt, sondern zahlenmiif3ig sogar gewachsen waren. Alte Ordensschwestern und Katecheten führten die Kirchen durch die schwierigen Jahrzehnte.

Im Vergleich zu anderen Regionen Chinas erst sehr spot, nâmlich ab 1984, konnten die tibetischen Gliiubigen ihre Kirchen wieder ôffnen und ôffentlich ihren Glauben prak­tizieren. Dabei wurden die Gemeinschaften im Nordwes­ten Yunnans in die Didzese Dali integriert, die de facto bis

30 Siehe z.B. Ferdinando Pecoraro, Aux portes du Tibet. Visite-pèlerinage, du 10 août au 4 septembre 1997, récit édité par les MEP, Paris 1997, 148 S.; Alphonse Savioz, ,Visite à l'ancienne Mission du Thibet", in: Mission du Gd .St. Bernard 1988, Nr. 2, S. 4-13, 1988, Nr. 3, S. 4-11, und 1988, Nr. 4, S. 4-11. Dieser Bericht wurde u.a. in der Zeitschrift Zhonglian (Singapur) nachgedruckt, siehe dort 1988, Nr. 29, S. 5-11, und 1988, Nr. 30, S. 10-15 und 19.

heute noch nicht wieder existiert, ist doch der Bischof von Kunming der einzige Bischof in ganz Yunnan. Gegenwârtig ist es der 2006 illegal geweihte Msgr. Joseph Ma Yinglin. Die Pfarrei Yanjing ais einzige katholische Gemeinde in der Autonomen Region Tibet stellt auch rechtlich gesehen eine Besonderheit dar, ist sie doch direkt der Administration des Büros für religiiise Angelegenheiten in Beijing und der chi­nesischen Bischofskonferenz unterstellt.

Der erste Priester, der nach der Kulturrevolution in dieser Region wirken konnte, war Pfarrer Shi Guangrong, der aus der Minderheit der Naxi stammte. Der frühere Schiller des seligen Maurice Tornay konnte infolge der politischen Wir­ren nach 1952 nicht zum Priester geweiht werden. Er blieb

jedoch seiner Berufung auch in den vielen Jahren, die er in Arbeitslagern verbringen musste, treu und durfte nach einem Kurzstudium im Se­minar von Sheshan 1987 im Alter von 65 Jahren endlich die Priesterweihe empfangen. Obwohl er schon recht betagt war, stelite er sich dann in den Dienst der tibetischen Katho­liken im Yunnan. Er nahm Sitz in seinem Geburtsort Xiaoweixi, von wo aus er die Gemeinden betreute, wobei er in seinen letzten Lebens­jahren von Glizubigen liber die 3.000-4.000 Meter hohen Pisse von einer Kirche zur

anderen getragen wurde. 2002 verstarb dieser heiligmf3ige Priester, dessen vorbildliches Leben einige junge Tibeter mitbewogen hat, den Weg zum Priestertum einzuschlagen. Heute zhlt die Gemeinde in Xiaoweixi rund 250 Glubige. Weitaus grüSer (mit 1.300 Gliiubigen) ist die Nachbarpfar­rei in Cizhong, die seit 2008 von Pfarrer Yao Fei, der aus der mongolischen Minderheit stammt, betreut wie

Für die Katholiken im Tal des Saluen (chin. Nujiang, Di­strikt Gongshan) war viele Jahre der Katechet Zacharie zustândig. Dieser flüchtete nach der Ausweisung der letz­ten Missionare 1952 vor den Kommunisten und gelangte nach einer abenteuerlichen Flucht liber Tibet und Burina schlief3lich nach Taiwan.3' 1989 kehrte er endgültig nach Gongshan zurück und war daim bis zu seinem Tod im hohen Alter von 103 Jahren im Oktober 2004 als Laie der Führer dieser Lokalkirche, die neben Tibetern vor allem Angehürige der Bergvülker der Lisu und der Loutse zâhlt. Heute gibt es 16 Kirchen in diesem Tal. Ein Sohn und ein Enkel von Zacharie haben die Aufgabe ihres Vaters bzw. GroL vaters übernommen und tragen die Verantwortung für die ca. 2.000 Mitglieder zâhienden Gemeinden.

Am 24. Dezember 1988 wurde die Kirche von Yanjing wieder geüffnet. Aber erst 1996 konnte die Gemeinde den ersten Pfarrer seit der Ermordung des seligen Maurice Tor­nay empfangen. Pfarrer Laurent Lu Rendi, der in jenem Jahr nach seinem Theologiestudium am Nationalen Seminar in Beijing ais zweiter Tibeter in der Geschichte zum Priester geweiht wurde, kehrte in sein Heimatdorf zurück. 1999 zerstôrte ein Erdbeben die Kirche. Eine neue Kirche, die tibetischen und europâischen Stil verbindet, wurde dann gebaut und 2004 eingeweiht.

Ab 2002 wurde Pfarrer Lu Rendi in seinem Apostolat phasenweise von einem zweiten Priester unterstützt, dem aus Xi'an stammenden Joseph Dang, der wâhrend mehre­rer Jahre jeweils für einige Monate im Jahr nach Yanjing kam. Trotz dieser Hilfe zerbrach Pfarrer Lu Rendi an seiner Einsamkeit ais Priester und gab schliefllich sein Priester­amt auf. Heute wird die Pfarrei, die etwas mehr ais 600 Glâubige zâhlt, vom ebenfalls tibetischstâmmigen Priester Ngong Zhoiseng geleitet.

Einige Seminaristen, die aus dem Nordwesten Yunnans stammen, haben in den letzten zwei Jahren ihre Studien an verschiedenen Seminaren in China, vot allem in jenem von Chengdu, abgeschlossen. Sie standen bzw. stehen aber in einem grof3en Gewissenskonflikt. Da der von Rom nicht

31 Die Tagebuchaufzeichnungen seiner Flucht wurden in der Zeitschrift

Mission du Gd. St. Bernard unter dem Titel „Journal de Zacharie"

verdffentlicht. Siehe Mission du Gd. St. Bernard 2009, Nr. 1, S. 18-21;

2009, Nr. 2, S. 21-28; 2009, Nr. 3, S. 23-29; sowie 2010, Nr. 2, S. 14-23.

anerkannte Bischof von Kunming, Bischof Ma Yinglin, die Anfrage dieser Seminaristen, von einem gültigen Bischof in einer anderen Provinz geweiht werden zu konnen, zurück­wies, haben sich einige von ihnen nicht weihen lassen. Sie haben zum Tell ein Zweitstudium aufgenommen und warten, bis sich die kirchenrechtliche Situation in Kunming geklârt hat. Zwei von ihnen, aus der Region Deqin stam­mend, wurden zusammen mit vier anderen Seminaristen (darunter je einer aus der Minderheit der Miao, der Yi und der Jingpo) am 30. Oktober 2011 nach heftigem Druck von Seiten der Patriotischen Vereinigung auf sie wie auf ihre Familien von Bischof Ma in Lunmeiyi im Süden Yun­nans zu Diakonen geweiht.32 Diese Weihen konnten nicht im Bischofssitz in Kunming stattfinden, da die Hauptstadt der Provinz Yunnan zur Zeit über keinen katholischen Kirchenbau verfügt. Bischof Ma hat nâmlich die beiden Kirchen Kunmings niederreif3en lassen, zum einen um eine neue Kathedrale zu bauen und zum anderen um ein Immobiliengeschâft zu machen. Momentan werden hier die Gottesdienste in gemieteten Hotelsâlen gefeiert. Einige Monate spâter, am 26. Mârz 2012, wurden diese Diakone erneut unter hohem Druck in Dali, bei Anwesenheit von einer rund 200 Personen zâhienden Delegation tibetischer Katholiken, von Bischof Ma zu Priestern geweiht. Über die Rechtsgültigkeit dieser Priesterweihen, die übrigens die ersten in der Geschichte von Dali waren, wurde im Aus­land sehr kontrovers diskutiert.33 Trüstlich war indes für die Neugeweihten, dass bei der Primiz des Neupriesters der Minoritât der Jingpo eine Delegation von Bischüfen aus Myanmar teilnahm, was ais Zeichen der Anerken­nung der Weihen durch die Weltkirche gedeutet worden ist. Die beiden tibetischen Neupriester wirken jetzt in den Pfarreien des Mekong- und des Saluentals. Damit hat sich deren Lage bezüglich der Betreuung und der Sakrament‑

32 „Contre leur volonté, des séminaristes ont été ordonnés diacres par Mgr Ma Yinlin, évêque non reconnu par Rome", in: Eglises d'Asie vom 2. Dezember 2011.

33 „Yunnan: des ordinations sacerdotales problématiques", in: Eglises d'Asie vom 14. Mârz 2012, s.a. UCAN vom 13. Mârz 2012; und „Yunnan: Mgr Ma Yinlin, évêque officiel illégitime, a ordonné six prêtres", in: Eglises d'Asie vom 27. Mârz 2012.

China heute Xh. Il (20131. Hr 1 (177)

pastoral entspannt und die Zeit, in welcher der Pfarrer von Dali oder ein Priester aus Kunming ein- bis zweimal im Jahr vorbeigekommen ist, scheint damit der Vergangenheit anzugeh iren. Die Gemeinden sind indes vor neue Prob­leme gestellt. Wie viele lndliche Gebiete Chinas ist auch der Nordwesten Yunnans durch eine starke Überalterung gepràgt. Die jungen Menschen ziehen zur Arbeitssuche in die Stâdte. Dazu kommt, dass immer mehr junge katholis­che Tibeterinnen buddhistische Mânner heiraten und, der Kultur gem i3, die Kinder in der Religion des Vaters erzie­hen. Auch das Vorhaben, in den kommenden Jahren in diesen Hochtàlern mehrere Staudâmme zu bauen, künnte wie die Zunahme des Tourismus die traditionelle Lebens­weise dieser Region einschneidend veriindern.

Palmsonntagsprozession in Gongshang. Foto: mission-thibet.org.

Seit etwas mehr ais zehn Jahren besuchen jeden Sommer zwei „kirchliche" Gruppen die tibetischen Gemeinden in Yunnan und in Yanjing und pflegen damit die Beziehungen, die durch die Missionsgeschichte entstanden sind. Zum ei­nen führt die MEP jeweils ein „Camp d'aventure" durch, wobei jedes Mal ein Pater der MEP zusammen mit einigen Seminaristen des Missionsinstituts und jungen Mânnern, die sich für die Mission interessieren, wâhrend einigen Wochen diese Region bereist.34 Diese „Berufungslager" ge­hen zurück auf die Reisen, die der heutige Generalobere der MEP, P. Georges Colomb, bereits in den 1990er Jahren mit franzôsischen Seminaristen und Universittsstudenten durchführte. P. Colomb war damals als Franzôsischlehrer an der Fremdsprachenuniversiti t in Kunming tàtig, wo er für seine Studenten auch Sommerkurse organisierte, um diesen einen Kontakt mit jungen Franzosen zu ermügli­chen. Im Anschluss an diese Kurse bereiste er mit seinen Landsleuten stets das sino-tibetische Grenzgebiet, wobei manche Zonen damals noch für Auslànder gesperrt gewe­sen waren.

34 Siehe dazu Vincent Balsan, „Tibet, les chrétiens du toit du Monde", in: Feu et Lumière, Mars 2009, Nr. 281; Jacques-Antoine Rollin, „Shang-Rila. Journal de voyage au Tibet du Père Jacques-Antoine Rollin MEP du 5 au 30 octobre 2003", in: Zhonglian, Juin 2004, Nr. 110, S. 8-12; und http:// mission.mepasie.org/vocation/rubriques/haut/actualites/circuits-aven­tures-juillet-2013.

Die zweite Gruppe, die diese Region jedes Jahr im Som-mer aufsucht,3° ist die Gruppe von P. Nicolas Buttet, dem G1-Linder der charismatischen neuen Bewegung Eucha­ristein,36 die in der Westschweiz und in Frankreich tâtig ist und Mitgründer und -triiger des europâischen Instituts Philanthropos für anthropologische Studien in Fribourg ist.37

Auch am früheren Sitz der Tibetmission der MEP in der Diôzese Kangding,38 die gegenwârtig de facto zum Bis­tum Leshan3° gehürt, gibt es heute noch eine lebendige ka­tholische Gemeinde von über 2.000 Glâubigen, von denen ein groRer Prozentsatz Tibeter sind.40 Geleitet wird die Gemeinde vom Pfarrer Li Lun. Dieser wurde in Kangding geboren und stammt von einer tibetischen Mutter und einem han-chinesischen Vater ab. 1994 wurde er in Leshan zum Priester geweiht. Vor seiner Priesterweihe kamen nur ganz sporadisch Priester aus Leshan oder für die tibetisch­sprachigen Gemeindemitglieder Pfarrer Shi Guangrong aus Yunnan vorbei. 1998 konnte die neu errichtete Herz-Jesu-Kirche eingeweiht werden.

Neben Kangding gibt es in diesem Teil von Ostkham einige katholische Gemeinden, wobei die katholische Kir­che von Moxi, in der Nâhe des berühmten Hailuogou-Gletschers, sogar in die Geschichte der KP Chinas einge­gangen ist. Denn in dieser Kirche übernachteten 1935 wâ.hrend des Langen Marsches Mao Zedong und Zhou En-lai." In unserer Kirchenpresse fand sich Moxi hingegen vor wenigen Monaten eines unrühmlicheren Grundes wegen. Bei einer Manifestation zur Rückforderung konfiszierter Kirchengüter wurden am 3. September 2011 der Pfarrer und eine Schwester zum Teil spitalreif geschlagen 42

35 Siehe dazu: A.T.A.C, 30 jours dans les marches tibétaines. Un itinéraire de la tête au coeur, Ardon: Association Tête au coeur, 2009, 70 S.

36 Siehe www.eucharistein.org.

37 Siehe http://philanthropos.org.

38 Zu Kangding: Lambert M. Surhone et al. (Hrsg.), Roman Catholic Diocese of Kangding, Betascript Publishing 2010, 112 S. (Dieses Buch basiert auf verschiedenen Wikipedia-Artikeln und auf anderen Onlinequellen. Es zeugt davon, dass der pseudowissenschaftliche Verlag Betascript Publishing auch Themen der Missionsgeschichte in China aufnimmt und diese lücken- und fehlerhaft verarbeitet. Bereits die zu diesem Buch angegebenen Schlagwürter „Diocese, Roman Catholic Church, Roman Catholic Archdiocese of Taipei" [sic!] machen einen stutzig.). Siehe auch „La diocese di Le Shan porta un corso di formazione Cristiana nella zona tibetana", in: Agenzia Fides vom 4. April 2011; „Intimacy among Tibetan Catholics Not Affected by Distance", in: UCAN vom 14. Juli 1998; „Tibetan Catholics in Kangding to Have Their Own Priest", in: UCAN vom 26. September 1994; und „Les Tibétains catholiques de Kangding ne voient leur prêtre qu'une fois par an", in: Eglises d'Asie, Nr. 166 vom 1. Dezember 1993.

39 Zur Diizese Leshan siehe www.ucanews.com/diocesan-directory/html/ ordinary-of-china-leshan-diocese.php.

40 In einem Artikel der Xinhua News Agency wird gesagt, dass zwei Drittel der katholischen Gemeinde von Kangding Tibeter sind. Vgl. „Religions Live in Harmony in Kangding", Xinhua News Agency vom 28.Okober 2005, auf www.china.org.cn/english/culture/146805.htm.

41 Siehe „L'église catholique de Moxi", www.atoutibet.com/lieux/tibet/ Tibet oriental/Moxi.html.

42 Siehe „Nun, Priest Beaten by Mob", in: UCAN vom 6. November 2011.

Vereinzelte tibetische Katholiken gibt es auch in der Provinz Qinghai.43

Das Erbe der „südtibetischen Mission"

Da der Weg von China aus verschlossen war, versuchten die Missionare der MEP ab 1848 einen Zugang zu Tibet über Nordindien. So führten sie zuerst von 1848 bis 1854 in Assam eine Missionsstation, die aber nach der Ermordung der beiden Patres Nicolas Krick44 und Augustin Bourry bei deren Versuch, durch das heutige Arunachal Pradesh nach Tibet zu gelangen, aufgegeben wurde.

Gut drei Jahrzehnte danach gründete die franzôsis­che Missionsgesellschaft in Sikkim einen Missionsposten. Dieser wurde 1929 mit der Errichtung der Apostolischen Prâfektur Kalimpong-Sikkim von der Tibetmission gelôst und 1937 den Schweizer Augustiner-Chorherren von St. Maurice übergeben, die bis 1993 in diesein Gebiet wirkten,45 das heute zur Ditzese Darjeeling4fi gehôrt.

Wâhrend die katholische Gemeinde in Sikkim auch heu-te noch mit ungefâhr 30.000 Mitgliedern eine ganz ldeine Minderheit (ca. 1,5% der Gesamtbevôlkerung) bildet, ver­zeichnete sie in den vergangenen Jahrzehnten in Arunachal Pradesh, dem jüngsten indischen Bundesstaat, ein geradezu phânomenales Wachstum, und dies obwohl das Christen­tum auch heute noch über keinen legalen Status verfügt.47

Nach der Unabhângigkeitserklârung von Indien 1947 (Arunachal Pradesh hiei3 zuvor unter britischer Regierung Nefa für „North Eastern Frontier Agency") verbot ein Ge­setz mit dem Zweck, die kulturelle und religiôse Eigenheit der dortigen Vôlker zu schützen,4B die (hinduistische wie christliche) Mission in der Region, die damais ihrer geo­politischen Situation wegen (Grenze zu Bhutan, China und Myanmar) direkt der indischen Bundesregierung unter­stand. Dieses Gesetz wurde 1978 noch einmal mit eineln Religionsartikel (The Arunachal Pradesh Freedom of Re­ligion Act) bekrâftigt. Die wenigen Christen wurden im­mer wieder verfolgt und diskriminiert, ihre Gebetsrâume

43 „Lone Woman Brings Tibetans to Catholicism", in: UCAN vom 24. Au­gust 2010.

44 Siehe ,Vers le toit du monde: l'apport du Père Krick", in: Missions étrangères de Paris, Februar 2013, Nr. 480.

45 Insgesamt 15 Chorherren von St. Maurice wirkten zwischen 1934 und 1993 im Distrikt von Darjeeling. Sie berichteten regelmàiig über ihr Wirken in ihrer Zeitschrift L'Echa du Sikkim (von 1937 bis 1979). Ab 1980, als diese Kongregation auch eine Mission in Peru übernahm, hie13 die Zeitschrift (bis zu ihrer Einstellung 1999) L'Echo du Sikkim et des Andes. Der letzte auslândische Missionar war Chorherr Gressot; siehe „Last Foreign Missioner Retires from Darjeeling Diôcese", in: UCAN vom 18. August 1993.

46 Zur Dibzese Darjeeling siehe www.darjeelingdiocese.org und www. ucanews.com/diocesan-directory/html/dps-ia_darjeeling.php

47 Siehe dazu die Liste der Presseberichte im Anhang.

48 Es gibt 26 grbf3ere Volksstâmme, die in mehr als 120 Untergruppen geteilt werden. Die meisten von ihnen waren Anhânger nicht-organisi­erter, animistischer Religionsformen.

abgebrannt und sowohl indische wie auslândische Missio­nare, die einzureisen versuchten, wurden verhaftet und ausgewiesen. Noch 1991 wurde ein Priester, der in einem Dorf des Bundesstaates wâhrend der Karwoche Gottesdien­ste feierte, verhaftet und zwei Wochen Lang festgehalten.49

Als der spâtere Erzbischof von Guwahati, Msgr. Thomas Menamparampil - seines Zeichen spâter auch wâhrend mehrerer Jahre der Vorsitzende der Koinission für Evan­gelisierung der Fôderation Asiatischer Bischofskonferen­zen -, 1977 Arunachal Pradesh zum ersten Mal heimlich besuchte und dabei auch einige Einheimische taufte, leb­ten dort nur gerade 50 Katholiken. Einige Jahre spâter ge­lang es ihm - erneut heimlich-, im Dorf Somme, unweit der Grenze zu Tibet, die Grâber der beiden franzbsischen Missionspioniere R Krick und R. Boudry zu besuchen, ais deren geistliches Erbe sich die junge Lokalkirche versteht und deren Seligsprechungsprozess sie vor wenigen Jahren eingeleitet hat. Der erste Besuch bewegte Msgr. Menam­parampil, zu jenem Zeitpunkt Bischof von Dibrugarh im Nachbarstaat Assam, in seinem Bistum, in Tinsulci, 1983 die Bosco Bible School zu gründen, an welcher in den nach­folgenden Jahren Hunderte von Studenten aus Arunachal Pradesh ausgebildet wurden, die dann ais Laienmissio­nare in ihre Heimat zuriickkehrten. Diese Laienmissionare spielten in den folgenden Jahren die entscheidende Rolle in der Evangelisierung ihrer Heimat. Erst 1991 durfte auf ausdrücklichen Wunsch von Radar Taniang, dem ersten Katholiken, der einen Ministerposten in der Regierung bekleidete, mit dem Salesianerpater C. Jose ein katholi­scher Priester im bis dahin „verbotenen Land" wirken. Am 2. August 1993 konnte in Anwesenheit auch von Mutter Te­resa von Kalkutta in Borduria die erste Kirche in Arunachal Pradesh eingeweiht werden.

Am 7. Dezember 2005 errichtete Papst Benedikt XVI. die beiden Diôzesen Itanagar,50 die die Hauptstadt und die zehn westlichen Distrikte des Staates umfasst, und Miao," zu welcher die sechs ôstlichen Distrikte gehôren. Einige Monate darauf, am 26. Februar 2006, feierte die Kirche die erste Bischofsweihe in der Geschichte des Staates. Erzbi­schof Menamparampil weihte seinen Salesianermitbruder George Palliparambil zum Bischof von Miao. Als erster Bischof von Itanagar wurde wenige Wochen darauf, am 12. Mârz, Msgr. John Thomas Kattrukudiyil eingesetzt, der davor Bischof des Bistums Diphu im Nachbarstaat Assam gewesen war.

Innerhalb von 30 Jahren wuchs die katholische Ge­meinde von einer Handvoll Glâubigen auf rund 20% der

49 Siehe dazu „Arunachal Pradesh: des chrétiens harcelés", in: Eglises d'Asie Nr. 116 vom 1. August 1991; „Délit de Semaine sainte", in: Eglises d'Asie Nr. 111 vom 16. Mai 1991; und „La persécution continue dans l'Arunachal Pradesh", in: Eglises d'Asie Nr. 100 vom 1. Dezember 1990.

50 Zur Dibzese Itangar siehe www.itanagardiocese.org und www.ucanindia. in/diocesan-directory/home/diocese/itanagar.

51 Zur Dibzese Miao siehe www.miaodiocese.org und www.ucanews.com/ diocesan-directory/html/dps-ia_miao.

Einwohner dieses Bundesstaates an, wobei es Distrikte gibt (Tirap, Cahnglang und Longding im Osten des Staates), in denen heute über 90% der Einwohner Katholiken sind. Damit zâh1t diese am „schnellsten wachsende Kirche der Welt"52 im Durchschnitt jhrlich über 10.000 Erwachse­nentaufen.

Neben der katholischen Kirche wirken insgesamt 17 christliche Denominationen in Arunachal Pradesh, wobei vor allem die Baptisten und die „Kirche der Wiedergeburt" stark vertreten sind. Rund 15% der Bevülkerung sind Pro­testanten.

Neben dem Phiinomen der aus dem Nachbarstaat As­sam zurückgekehrten Studenten, die als Laienmission­are ihre Heimat evangelisierten und in den letzten Jahren zunehmend Kaderposten übernahmen, kannte die junge Geschichte der Lokalkirche von Arunachal Pradesh ein zweites „Ph nomen", n mlich den aus dem westindischen Bundesstaat Maharashtra stammenden Benediktinerbru­der Henry Gaikwad, Prem Bhai („der liebende Bruder") genannt, der als Wandermissionar bis zu seinem Tod 2008 25 Jahre Lang unterwegs war und dabei zu Fuf3 über 45.000 Kilometer zurückgelegt, iiber 25.000 Personen getauft und 128 Kirchen gebaut hat. Die Lokalkirche nennt ihn „den heiligen Paulus von Arunachal Pradesh" und verehrt ihn wie einen Heiligen.53

Von den Katholiken in Arunachal Pradesh sind aller­dings nur ganz wenige Tibeter. Dies gilt auch für die Ka­tholiken in Sikkim, die zumeist dem Volk der Lepchas angehiren. Allerdings gibt es hier einige tibetische Pro­testanten, die in den 1950er Jahren vor den Kommunisten aus Sichuan hierher geflohen waren. Auch in Ladakh, das mitunter das „kleine Tibet" genannt wird, zàhlt man in der katholischen Kirche, die heute zur Didzese Jammu-Srina­gar5' gehürt, nur ganz vereinzelt Tibeter.

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53 „,Saint Paul of Arunachal' Remembered", in: UCANvom 30. Juni 2009. Kirche in Not hat 2008 einen Dokumentarfilm (von Catholic Radio TVNet) über ihn herausgegeben: „Bruder Prem Bhai: Ein katholischer Wanderprediger in Indien", www.youtube.com/watch?v=jF1_gRaSAJ4. Ein anderes auf Internet hochgeladenes Video über Bruder Prem Bhai: http://vimeo.com/11924762.

54 www.jammusrinagardio.org und www.ucanews.com/diocesan-directory/ html/dps-ia_jammu-srinagar.php

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Guilhamon, Charles, „Les chretiens du Tibet, un modele despérance** http://blog.lefigaro.fr/corpus/2010/01/

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rob erthutchinson.com/robert-hutchinson/writing-and‑

blogging/catholic-church-in-tibet/.

Tibetmission der MEP und der Chorherren des Gr. St. Bernhards, mit Gegenwartsbezug: http://mission­thibet.org.

** Diese Blogeintrâge finden sich auch in dem Buch: Guilhamon, Charles, Sur les traces des chrétiens oubliés, Paris: éd. Calmann-Lévy 2012.

den Christen in Tibet aufs Internet geladen, siehe http:// www. dailymotion. com/video/xeuxii_suj et-lci-chretien­tibet_news#.UTYXyj egDvA.

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CRTN, „Arunachal Pradesh: Head-hunters to Christians. Interview with Bishop George Palliparampil", 2008 (ca. 30 Min.), abrufbar unter: www.wheregodweeps. org/video-audio/interview/arunachal-pradesh-head­hunters-to-christians.

CRTN, „Arunachal Pradesh: „Soul Hunters', 2009 (ca. 30 Min.), über katholische Gemeinden in Arunachal Pra­desh, abrufbar unter: www.wheregodweeps.org/video­audio/video- 5/ arun achal-pradesh-india- s oul-hunters.

CRTN, „God in Tibet", 2003 (ca. 25 Min.). Dieser Film, der in viele Sprachen übersetzt worden ist und vom katholischen Hilfswerk Kirche in Not vertrieben wird, gibt einen Einblick in die Geschichte und das heutige Leben der katholischen Gemeinde von Yanjing (Yerka­lo). Deutsche Version teilweise hochgeladen auf www. youtube.com/watch?v=aUMhCFZsJoQ.

Diocesan Audio-Visual Center Hong Kong, „Missing Churches of China", 2007 (ca. 25 Min.), mit Beitrà­gen zu den katholischen Gemeinden in Yanjing und Cizhong.

Diocesan Audio-Visual Center Hong Kong, „The Way of Tibet", 2004 (ca. 120 Min.).

L'esprit du monde Production, „Des Chrétiens au pays du Buddha", 2009 (ca. 50 Min.), über die Herrnhuter Mission in Ladakh (Klein-Tibet) und die christlichen Gemeinden im heutigen Ladakh. Teaser dazu aufrufbar unter: www dailymotion.com/video/xg7407_chretiens­au-p ays-de-b ouddha-te as er- 52_travel#. URFOKvKgDvA

Le jour du Seigneur Edition Paris, „1851: Première Expé­dition missionnaire au Tibet", 2006 (ca. 6 Min.), über die Mission der Missionare Nicolas Krick und Augus­tin Bourry, abrufbar unter: www.lejourduseigneur.

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Zoulou Compagnie — France 2, „Chrétiens de l'Himalaya. Chrétiens en pays Mishmis", 2006 (ca. 30 Min.), über die Evangelisierung des Bergvolkes der Mishmi in Arunac